Frauen und Finanzen

Wenn man bedenkt, dass Frauen bis 1958 zwar Vermögen haben durften, das alleinige Bestimmungsrecht hierüber aber beim Ehemann lag, ist es kaum verwunderlich, dass auch heutzutage die Finanzbildung bei Frauen im Vergleich zu Männern weniger ausgeprägt ist. 

Die rechtliche Grundlage für die finanzielle Selbstständigkeit für Frauen wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts überhaupt erst geschaffen. Daher ist es absolut nicht verwunderlich, dass aktuelle Studien zeigen, dass Frauen im Durchschnitt weniger Fragen zu Geldanlage, Zinsen und Inflation richtig beantworten als Männer. Noch deutlicher wird es beim sogenannten Gender Investment Gap: Nur etwa 20% der Frauen besitzen Aktien, bei Männern sind es 43%.

Aber trotzdem gibt es gute Nachrichten: Eine Umfrage der AGVBanken aus dem Jahr 2023 zeigt, dass 47,5% der Beschäftigten weiblich sind. Bei den Tarifangestellten, also den klassischen Bankberaterinnen liegt der Frauenanteil bei über 60% in Teilzeit und etwa 50% in Vollzeit. Bei den Führungspositionen in Banken gibt es aber noch deutliches Aufholpotenzial, denn nur 10 % der Vorstandsmitglieder in Deutschland sind Frauen. 

Bedeutet im Umkehrschluss, dass im Bankensektor Frauen schon dabei sind Finanzbildung zu leben. Jetzt heißt es nur noch, dieses Wissen in die Breite zu tragen. Und wir? Wir unterstützen tatkräftig dabei, dass noch mehr Frauen ihr Wissen teilen und weitertragen können. Denn Finanzbildung von Frauen für Frauen bedeutet Wissen nicht nur einfach, sondern auch ziemlich cool weiterzugeben… 

Ich nehme mir immer wieder interessante Denkanstöße und Themen vor. Diese werden kurz beleuchtet und sollen Sie als Leser zum nachdenken anregen. Lassen Sie sich gerne inspirieren. Denn nur wer seine Perspektive verändert, verändert auch sein Denken. 

Lebenslanges Lernen? 
Warum neugierig bleiben, sinnvoll und wichtig ist… 


In einer Welt, die sich ständig verändert, ist lebenslanges Lernen längst kein Luxus mehr, sondern eine Notwendigkeit. Neue Technologien, gesellschaftliche Umbrüche und sich wandelnde Arbeitsmärkte fordern von uns, flexibel und lernbereit zu bleiben. Doch Lernen bedeutet nicht nur berufliche Weiterbildung – es ist auch ein Weg zu persönlichem Wachstum und Selbstverwirklichung.

Lebenslanges Lernen beginnt nicht erst im Erwachsenenalter. Es ist eine Haltung, die wir idealerweise schon früh entwickeln und ein Leben lang kultivieren. Nehmt als Beispiel gerne meinen 11-jährige Sohn. Dieser beschäftigt sich seit Jahren nicht nur mit Schule und Fußballstrategien, sondern auch mit finanziellen Investments und den weltweiten Herausforderungen, wie z.B. Krieg und dessen Ursache. Wer neugierig bleibt, entdeckt ständig neue Perspektiven, erweitert seinen Horizont und bleibt geistig beweglich. Dabei geht es nicht nur um formale Bildung – auch Bücher, Podcasts, Gespräche oder Reisen können wertvolle Lernimpulse geben.
Die Digitalisierung hat Bildung in den letzten Jahren stark demokratisiert – Wissen ist so zugänglich wie nie zuvor. 

Lebenslanges Lernen stärkt das Selbstbewusstsein und fördert die Resilienz. Wer sich weiterbildet, bleibt nicht nur fachlich auf dem neuesten Stand, sondern entwickelt auch neue Denkweisen und Kompetenzen. Besonders in Zeiten des Wandels kann Lernen Halt geben und neue Chancen eröffnen.
Auch Unternehmen erkennen zunehmend den Wert von Weiterbildung. Mitarbeitende, die sich weiterentwickeln dürfen, sind motivierter, kreativer und loyaler. Gleichzeitig profitieren Organisationen von frischem Know-how und innovativen Ideen.

Lebenslanges Lernen ist also weit mehr als ein Trend – es ist eine innere Haltung, die uns hilft, mit Veränderungen umzugehen und unser Potenzial zu entfalten. Es fordert Mut, Offenheit und manchmal auch Geduld. Doch die Belohnung ist groß: ein erfüllteres, aktiveres und bewussteres Leben.